Musikschule soll digitaler werden


Die kommunalen Musikschulen im Landkreis werden auch in Zukunft umfassend vom Ortenaukreis gefördert. Das gilt auch für die Digitalisierung, deren wichtigstes Instrument eine App ist.

Damit der Musikunterricht für Familien bezahlbar bleibt, unterstützt der Kreis die vier Musikschulen. 

Oberkirch/Offenburg (red/ pak). Auch in den kommenden beiden Jahren bezuschusst der Ortenaukreis die vier Musikschulen Achern/Oberkirch, Hornberg, Lahr und Offenburg/ Ortenau mit jährlichen Festbeträgen, die sich angepasst an die jüngsten Tarifsteigerungen im kommenden Jahr auf 453300 Euro und in 2022 auf 461500 Euro belaufen. Darüber hinaus erhalten sie eine auf drei Jahre befristete 50-prozentige Förderung für eine digitale Lernplattform in Höhe von insgesamt 240000 Euro. Das hat der Kultur- und Bildungsausschuss des Ortenaukreises beschlossen.

„Gerade in der Pandemie hat sich gezeigt, wie

dringend wir die Digitalisierung brauchen, um in Situationen, wie wir sie aktuell erleben, effektiv arbeiten, aber auch lehren und lernen zu können“, so Landrat Frank Scherer. „Das muss auch den Musikschulen ermöglicht werden. Sie leisten als außerschulische Orte der kulturellen Bildung eine unverzichtbare Arbeit, indem sie junge Menschen an ein wichtiges Kulturgut heranführen,“ so der Landrat. Um zukunftsfähig zu bleiben, bedürfe es zeitgemäßer musikpädagogischer Konzepte.

Da Musik- und Kunstschulen nicht vom Digitalpakt für Schulen profitieren, sei es richtig und wichtig, sie im Rahmen der Co-Finanzierung von Projekten zu unterstützen. Der Ortenaukreis komme seinem gesetzlichen Auftrag, die Jugendbildung von Musikschulen zu fördern, daher gerne nach, nicht zuletzt auch um die Musikschulgebühren für Familien finanzierbar zu halten.

Bei der digitalen Bildungsplattform handelt es sich um eine hybride App mit musikpädagogischen Inhalten, die hauptsächlich von den Lehrenden selbst erstellt werden. Sie ist allzeit verfügbar und ermöglicht es dank vielfältiger Methoden und Impulse, individuell auf die Bedürfnisse und

Wünsche der Musikschülerinnen und Musikschüler eingehen. Zudem trage der Ansatz der zunehmenden Medienaffinität der jungen Menschen Rechnung, was deren Motivation erhöhe.

Kreis zahlt 240 000 Euro

Von der Gesamtfördersumme von insgesamt 240000 Euro stellt der Kreis 75000 Euro im Kalenderjahr 2021 und jeweils 82 500 Euro in den Kalenderjahren 2022 und 2023 bereit. Die Finanzierung erfolgt über die im Haushalt bereits eingestellten Mittel für die Co-Finanzierung von Projekten. Der Gesamtaufwand für die Plattform beläuft sich auf 480000 Euro; die Musikschulträger finanzieren entsprechend dem Verhältnis ihrer Schülerzahlen. Die Unterstützung und Entwicklung der außerschulischen Jugendbildung ist eine öffentliche Aufgabe, die nach dem Jugendbildungsgesetz vom Land gefördert wird, aber auch durch Landkreise und Gemeinden unterstützt werden soll.

Quelle: Acher-Rench-Zeitung vom 16.11.2020; Foto: dpa

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