Tasteninstrumente

Tasteninstrumente

Komm und spiel Klavier!

Wieso, weshalb Klavier?
Im Jahr 1709 erbaute Bartolomeo Christofori in Florenz ein Tasteninstrument, dessen Mechanik
auf Tastendruck kleine Hämmerchen gegen die Saiten schleuderte: das Hammerklavier.
Anders als bei Orgel und Cembalo konnte man nun mittels eines leichteren oder schwereren
Anschlages leise und laut, italienisch: piano e fortespielen daher der Name Pianoforte.
Aller Anfang ist leicht!
Klavierspielen heißt mehr als bei den Melodieinstrumenten mit Text umzugehen: das Lesen
in zwei verschiedenen Notenschlüsseln und die Auffassung des mehrstimmigen Satzes.
Die Tastatur des Klaviers ist die ideale Veranschaulichung der elementaren Musiklehre: Ganzund
Halbtonschritte, Versetzungszeichen, Intervalle, Dur- und Moll-Tonleitern erscheinen schon
dem Anfänger verständlich. Dem fortgeschrittenen Klavierschüler werden Polyphonie und
Harmonielehre durch die Technik des Klavierspiels im Sinne des Wortes begreiflich.
Klavier, fünf, sechs ?
Keine Frage: Klavier spielt man nicht im Orchester, Klavier singt man nicht im Chor und Klavier
musiziert man auch nicht im Verein – dies liegt nun einmal in der Natur des Instrumentes. Doch
als Pianist muss niemand zum Einsiedler werden: ein fleißiger Klavierspieler kann zum gefragten
Kammermusikpartner oder Chorbegleiter werden oder sich zum Organisten weiterbilden.
Klavierspielen, ein teurer Spaß?
Steht zu Hause bereits ein Erbstück, ist eine Stimmung im Jahr zum Preis von etwa 100 Euro
notwendig. Den Zustand eines sehr alten oder lange Zeit vernachlässigten Instrumentes kann
nur ein Klavierbauer beurteilen und die notwendigen Reparaturen veranschlagen.
Hammerköpfe und Dämpferfilze sind Verschleißteile, auch muss die Klaviermechanik gelegentlich
reguliert werden, die umfassende Überholung eines neuen Instruments hat jedoch etwa zwanzig
Jahre Zeit vorausgesetzt, das Kind übt nicht zu viel!
In manchen Familien ist bereits ein Digitalklavier oder e-Piano vorhanden – nicht zu verwechseln
mit dem Keyboard, welches keine Volltastatur und keine Anschlagsdynamik besitzt. Zum Kennenlernen
und Ausprobieren genügt dies eine Weile, der klangliche und anschlagstechnische Unterschied
zum klassischem Klavier ist bei allem Fortschritt der Elektronik doch hörbar und fühlbar.
Mit etwas Geduld und fachkundigem Rat (!) kann man unter 2000 Euro bereits ein gutes gespieltes
Klavier bekommen. Beim Kauf eines neuen Instruments (ab ca. 3000 Euro) bieten die Pianohäuser
den Mietkaufan: nach Ablauf eines halben oder eines Jahres kann man das Instrument entweder
zurückgeben oder erhält die bis dahin geleisteten Mietzahlungen auf den Kaufpreis angerechnet.
Fragen kostet nichts!
Der erste Schritt, das Klavierspiel näher kennen zu lernen, ist der Besuch einer Unterrichtsstunde!
Greifen Sie zum Telefon und vereinbaren Sie mit den an der Musik- und Kunstschule Achern-
Oberkirch tätigen Lehrerinnen und Lehrern des Fachbereichs Tasteninstrumente einen kostenfreien
und unverbindlichen Unterrichtsbesuch. Dieser persönliche Kontakt ist der beste Weg,
ein dann vielleicht langjähriges Unterrichtsverhältnis zu beginnen.
Tasten, Knöpfe, gute Laune, das Akkordeon!
Zum Fachbereich Tasteninstrumente der Musik- und Kunstschule Achern-Oberkirch gehört auch
das Akkordeon und die ihm verwandten Instrumente: das Akkordeon zählt zur Gattung der Handzuginstrumente
und verdankt seinen Namen der Möglichkeit, sich beim Melodiespiel selbst mit
Bässen und Akkorden zu begleiten. Mit den Knöpfen auf der linken Seite des Instrumentes kann
man ganze Akkorde spielen, die rechte Hand greift auf den Tasten die Melodiestimme.
Alle Musikstile, von Bearbeitungen klassischer Instrumentalmusik bis hin zu zeitgenössischer
Literatur sind auf dem Akkordeon spielbar. In der volkstümlichen Musik, beispielsweise dem
argentinischen Tango, ist das Akkordeon nicht wegzudenken, auch in der Rock-Szene kommt es
immer mehr zum Einsatz.

Unsere Tasteninstrument-Lehrer