Orchester der Musik- und Kunstschule Achern-Oberkirch begeistern in Achern und Nußbach
Ein ganzes Wochenende stand bei der Musik- und Kunstschule Achern-Oberkirch im Zeichen des gemeinsamen Musizierens: Am 3. Oktober präsentierten das Junge Streichorchester und das Sinfonieorchester ihr Konzertprogramm im Kulturforum Illenau in Achern. Am folgenden Tag gastierten die beiden Orchester mit demselben Programm in der Kirche in Nußbach.
Zwei unterschiedliche Konzertorte, zwei besondere Atmosphären, und viele musikalische Momente, die noch lange nachwirken.
Musik, die verbindet
Den Auftakt gestaltete an beiden Abenden das Junge Streichorchester unter der Leitung von Katharina Fehler. Die jungen Musikerinnen und Musiker aus der Musik- und Kunstschule sowie den Gymnasien in Achern, Oberkirch und Sasbach präsentierten Sea of Stars von Liam Ramsey-White, den Tanz der Stunden aus La Gioconda von Amilcare Ponchielli sowie Die Schöne und das Biest von Alan Menken.
Dabei zeigte sich eindrucksvoll, was Orchesterarbeit ausmacht: Jede Musikerin und jeder Musiker bringt die eigene Stimme, die eigenen Fähigkeiten und die eigene Persönlichkeit ein. Gleichzeitig gilt es, aufeinander zu hören, miteinander zu reagieren und gemeinsam einen musikalischen Ausdruck zu entwickeln.
Besonders spürbar wurde dabei die Gemeinschaft, die über die regelmäßige Probenarbeit hinausgeht. Zur Vorbereitung auf das Konzert gehört traditionell auch die Orchesterfahrt am Wochenende zuvor. Neben intensiver Probenarbeit verbringen die Jugendlichen dort gemeinsame Zeit, lernen sich besser kennen und wachsen als Gruppe zusammen.
Ein besonderer Moment: Solveig Sonntag
Im Anschluss übernahm das Sinfonieorchester unter der Leitung von Christian Schubert. Mit Johan Svendsens Rapsodie norvégienne Nr. 1 und dem Violinkonzert Nr. 3 von Camille Saint-Saëns standen anspruchsvolle Werke auf dem Programm.
Ein besonderer Höhepunkt war der Auftritt von Solveig Sonntag als Solistin des Violinkonzerts.
Solveig war viele Jahre Schülerin der Musik- und Kunstschule Achern-Oberkirch und wurde in der Violinklasse von Jörg Werner ausgebildet. Bei Jugend musiziert errang sie zahlreiche Preise auf Regional-, Landes- und Bundesebene. Zuletzt war sie Stipendiatin der Studienvorbereitenden Ausbildung (SVA) der Musikschule.
Mittlerweile hat sie erfolgreich den nächsten Schritt gemacht und ihr Studium an der Musikhochschule Stuttgart aufgenommen. Für die Musik- und Kunstschule war es daher ein ganz besonderer Moment, sie nun als junge Solistin gemeinsam mit ihrem ehemaligen Orchester wieder auf der Bühne zu erleben.
Ihr Auftritt stand damit sinnbildlich für einen wichtigen Teil der Musikschularbeit: Junge Menschen über viele Jahre musikalisch zu begleiten, ihnen Entwicklungsmöglichkeiten zu geben und sie schließlich auf ihrem eigenen Weg weiterziehen zu sehen.
Von Holst bis Hollywood
Nach der Pause ging es mit Gustav von Holsts Suite de ballet weiter. Zum Abschluss sorgte How to Train Your Dragon von John Powell in der Bearbeitung von Sean O’Loughlin für einen klangvollen und mitreißenden Schlusspunkt.
Während das Konzert im Kulturforum Illenau durch seine besondere Konzertatmosphäre geprägt war, verlieh die Kirche in Nußbach der Musik am zweiten Abend einen ganz eigenen Charakter. Die besondere Akustik des Kirchenraums ließ die Klänge lange nachwirken und gab dem Konzert eine zusätzliche Tiefe.
So wurde deutlich, dass Musik nicht nur durch das Programm und die Interpretation lebt, sondern auch durch den Raum, in dem sie erklingt.
Ein herzliches Dankeschön
Hinter einem solchen Konzertwochenende stehen viele Menschen. Unser besonderer Dank gilt den musikalisch Verantwortlichen Jörg Werner, Katharina Fehler und Christian Schubert sowie allen beteiligten Lehrkräften (Veronika Ohnmacht, Michael Fünfgeld, Anna Münchenberg, Marylène Gibert-Lung, Thomas Neuberth, Katharina Rettberg und Martina Franzus, und allen Helferinnen und Helfern im Hintergrund. Ebenso danken wir den Müttern Verena Bischoffberger und Eva Niederer für ihre Unterstützung.
Unser größter Dank gilt jedoch unseren Schülerinnen und Schülern, die mit viel Engagement und Konzentration musiziert und damit diese beiden Konzertabende zu etwas Besonderem gemacht haben.
Auch dem Förderverein der Musik- und Kunstschule Achern-Oberkirch gilt unser herzlicher Dank für die Bewirtung. Die Einnahmen aus der Bewirtung sowie Spenden kommen der Arbeit des Fördervereins und damit unmittelbar unseren Schülerinnen und Schülern zugute.
Zwei Konzertorte, zwei besondere Abende und eine gemeinsame Erfahrung: Musik verbindet.
Was am Ende auf der Bühne zu hören war, entstand aus vielen einzelnen Stimmen, viel gemeinsamer Arbeit und einer großen Portion Begeisterung. Genau das macht Orchesterarbeit aus und genau das war an diesem Konzertwochenende in Achern und Nußbach zu erleben.
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