Blechblasinstrumente

Die Blechblasinstrumente – eine große Familie

 

Die Familie der Blechblasinstrumente ist groß, die Klangvielfalt ebenso und sie werden gerne von Jungen und Mädchen gespielt.

Tuba
Das größte Familienmitglied ist die Tuba. Sie bildet mit ihren Basstönen das Fundament des Orchesters. Damit auch jüngere Schüler dieses Instrument erlernen können, gibt es auch entsprechend zugeschneiderte Kindertuben.

Tenorhorn/Bariton/Euphonium
Die nächstkleineren Familienmitglieder sind die Tenorhörner, Baritons und Euphonien. Während Tenorhorn und Bariton in der Tradition der deutschen und böhmisch-mährischen Blasmusik zuhause sind, kommt das Euphonium mehr aus dem englisch- und französischsprachigen Raum. Durch die Kompensationstechnik ist das Euphonium dem Tenorhorn technisch überlegen und hat einen weicheren, runderen Klang als das Tenorhorn und Bariton. Es stimmt besser und fügt sich besser in den Gesamtklang des Orchesters ein. Es spielt – wie der Name schon sagt – in der Lage zwischen Tenor und Bass, also in der Baritonlage.

Posaune
Die Posaune hat im Gegensatz zu ihren Verwandten als einzige anstatt der Ventile einen Zug, mit dem die Tonhöhe verändert wird. Die sieben Ventilpositionen werden hier durch das hin- und herschieben des Posaunenzugs ersetzt. Das bringt Vor- und Nachteile. Damit die kleineren Schüler nicht ganz so weit ziehen müssen, empfiehlt sich für die Anfänger ein kindgerechtes Instrument mit Ventil und einem kürzeren Zug.

Waldhorn
Das Waldhorn besitzt einen sehr schönen und runden Klang. Seine Bauweise ermöglicht ihm einen Tonumfang vom Register der Tuba bis hinein in die Trompetenlage. Die Herausforderung bei diesem Instrument liegt in der Treffsicherheit der Töne. Im Gegensatz zu allen anderen Familienmitgliedern ist das Waldhorn als einziges „linksgriffig“, wird also „mit der linken Hand gespielt, was jedoch nicht heißt, dass es nur für Linkshänder geeignet ist.

Trompete/Flügelhorn/Kornett
Die „Königin des Orchesters“ – die Trompete – hat einen wunderbar strahlenden Klang. Ihr Einsatzgebiet reicht vom Sinfonieorchester über Kammerorchester, Blasorchester und Bigband bis hin zur Rock-, Jazz-, Funkband.  Zur Familie der Trompeten gehören auch Flügelhorn und Kornett. Das Flügelhorn hat einen weichen, manchmal auch etwas rauchigen Klang. Es wird als Melodieinstrument in der traditionellen Blasmusik eingesetzt. Das Kornett ist – wie das Euphonium – mehr im englisch- und französischsprachigen Raum verbreitet. Klanglich liegt es zwischen Trompete und Flügelhorn. Es ist in der hohen Lage leichter zu spielen und besitzt eine etwas kürzere Bauart als Trompete und Flügelhorn. Darum kann man es näher am Körper halten. Das macht das Kornett besonders geeignet als Anfängerinstrument für jüngere Trompetenschüler.

Von Anfang an in der Gruppe…
Sowohl die jüngeren Schüler als auch viele Vereine bevorzugen Gruppenunterricht. Die Schüler haben hier einen meist gleichaltrigen Musizierpartner, mit dem sie wetteifern und ihre Probleme teilen können. Gruppenunterricht motiviert die Schüler leichter und verhilft durch die Zusammenlegung zu längeren Unterrichtszeiten.

Ohne Fleiß kein Preis…
Das Problem bei den Blechblasinstrumenten liegt darin, Luft, Zunge, Lippen und Finger in Einklang zu bringen. Alles muss zusammenarbeiten und synchronisiert werden. Dazu gehört aber auch ein Gefühl für die einzelnen Bereiche.
Ein weiteres Problem ist jedoch das Training der einzelnen Muskeln: der Zunge, der Lippen, der Finger und der Bauchmuskeln. Wer das nicht regelmäßig „trainiert“, macht mehr „Rückschritte“ als „Fortschritte“. Und das führt langfristig gesehen zu Frustration und zum Aufhören. „Regelmäßiges Üben“ ist daher das oberste Gebot.

Über Zähne und Zahnspangen…
Das Mundstück des Blechblasinstruments liegt beim Spielen – mit einem gewissen Druck – direkt auf den Lippen auf. Deshalb ist es wichtig, dass die vorderen Zähne möglichst vollständig vorhanden sind. Bei Schülern mit Unterbiss ist es eher empfehlenswert eher ein Instrument wie Klarinette oder Saxophon zu lernen. Umgekehrt wirkt das Spielen eines Blechblasinstruments einem Überbiss entgegen. Gerade gewachsene Zähne sind grundsätzlich von Vorteil. Zahnspangen stören zwar beim Spielen und bringen eine gewisse Klangeinbuße mit sich, sind jedoch nicht grundsätzlich ein Hindernis und man gewöhnt sich daran. Generell kann es nicht schaden, den Zahnarzt oder eventuell den Hausarzt vor der Annmeldung zu Rate zu ziehen.

Am besten gleich im Verein…
Ein Blechblasinstrument lernt man am besten in einer Gemeinschaft. In Achern, Oberkirch und den zugehörigen Gemeinden bezuschusst die Stadt die Vereine mit 20 % bzw. 30 %. Das heißt, dass die Vereinsschüler zusätzlich zu Jugendkapelle und Ensembles diese Vergünstigungen auf alle Unterrichtsgebühren bekommen. Die Modalitäten der einzelnen Vereine sind sehr unterschiedlich. Normalerweise wird kostenlos oder gegen eine geringe Gebühr auch ein Instrument zur Verfügung gestellt. Die Vorteile liegen auf der Hand. Nähere Informationen erhalten Sie bei den Vereinen oder auch bei der Musikschule.

Ein teurer Spaß?
Instrumente können meist gegen eine geringe Gebühr von der Musikschule oder den Vereinen (teilweise auch kostenlos) geliehen werden. Eine weitere Möglichkeit ist der Mietkauf. Dabei werden Raten für das gewünschte Instrument monatlich bezahlt. Das Instrument kann jederzeit zurückgegeben werden. Nach Ablauf einer vorher vereinbarten Zeit kann das Instrument entweder zurückgegeben oder gekauft werden. Die bereits bezahlten Raten werden natürlich entsprechend angerechnet. Weitere Informationen erhalten Sie gerne bei den Fachlehrern oder im Instrumentenhandel. Die Instrumentenpreise hängen von Größe und Qualität des Instrumentes ab.

Fragen kostet nichts…
Die Fachlehrer des Blechbläserbereichs stehen Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung. Für Beratung, Probe- oder Schnupperunterricht kommen Sie bitte auf uns zu oder vereinbaren Sie einen Termin mit dem Musikschulsekretariat.

Unsere Lehrer für Blechblasinstrumente